Elser

Land/Jahr D 2014
Regie Oliver Hirschbiegel
Darsteller Christian Friedel, Katharina Schüttler, Burghart Klaußner, Johann von Bülow, Felix Eitner
Länge 114 Minuten
Altersfreigabe Sehenswert ab 14

Nach seinem missglückten Attentat auf Adolf Hitler am 8.11.1939 wird Georg Elser an der Schweizer Grenze verhaftet, gefoltert und schließlich ins KZ Dachau eingeliefert. In die exemplarische Biografie des Widerstandskämpfers fließen eindrucksvoll Fragen nach der Verantwortlichkeit des Einzelnen gegenüber politischem Unrecht, aber auch nach Schuld und der Bedeutung des Glaubens ein. 

Auf die Sekunde genau und doch 13 Minuten zu spät. Adolf Hitler verließ den Versammlungsort vorzeitig. Die Rechnung des 36-jährigen Schreiners Elser ging nicht auf, nach dem Überfall auf Polen den Krieg durch die Ausschaltung des Diktators zu beenden. Das detailreich recherchierte, eindrucksvoll gespielte Drama blendet nach der Verhaftung des Widerstandskämpfers immer wieder in die Lebensgeschichte Elsers zurück. Dabei lässt der brillante Hauptdarsteller Bedrückung und Todesangst quasi als Negativ einer brennenden Liebe zum Leben erscheinen. Der Film macht den Mut eines an den Verhältnissen Verzweifelnden begreiflich, der den Untergang seiner geliebten Heimat verhindern will.

Kinotipp der katholischen Filmkritik 281/April 2015


Termine