Timbuktu

Land/Jahr F / Mauretanien 2014
Regie Abderrahmane Sissako
Darsteller Ibrahim Ahmed, Toulou Kiki, Abel Jafri, Fatoumata Diawara, Hichem Yacoubi, Kettly Noel
Länge 96 Minuten
Altersfreigabe Sehenswert ab 16

Eine Gruppe islamistischer Rebellen besetzt die Oasenstadt Timbuktu in Mali und verhängt ein strenges fundamentalistisches Regelwerk. Anfangs nehmen die Einwohner die Dschihadisten nicht ernst, sondern führen ihr Leben wie gewohnt weiter. Getragen von starken Figuren fängt der lakonische Film meisterhaft die wachsende Erschöpfung eines vormals toleranten und weltoffenen Gemeinwesens ein. 

Die Menschen in Timbuktu und Umgebung sind einerseits Opfer grausamer Fundamentalisten, andererseits von einer unbeugsamen Würde, die sie auch dann nicht verlieren, wenn sie mit dem Tod bedroht werden. In poetischen Bildern vom Leben in der Sahara setzt der Film dem Drama der Gewalt und des Terrors eine andere Welt entgegen. Die Schönheit der Wüste, familiärer Zusammenhalt und die kreativen Zeichen des Widerstandes der Menschen von Timbuktu werden in sanfte und berührende Bilder gefasst, in denen die Hoffnung auf Überwindung der grausamen Gewalt lebendig ist. Dabei wird die Sprache der Bilder selbst zu einer Form des Widerstandes.

Kinotipp der katholischen Filmkritik 273/Dezember 2014

Film des Monats/D Dezember 2014

Film des Monats/CH Dezember 2014

 

 

 

 
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