Like Father, Like Son

Land/Jahr JP 2013
Regie Hirokazu Kore-eda
Darsteller Masaharu Fukuyama, Machiko Ono, Lily Franky, Yoko Maki, Keita Ninomaya, Hwang Sho-gen
Länge 121 Minuten
Altersfreigabe Sehenswert ab 16

Ein Architekt und seine Frau erfahren, dass ihr kleiner Sohn vor sechs Jahren bei der Geburt vertauscht wurde; ihr leibliches Kind wuchs im Haushalt eines chaotischen, gleichwohl liebevollen Elektrohändlers auf. Beide Elternpaare zögern zunächst, die Jungen auszutauschen. Anspruchsvolles, packendes Drama über Elternschaft und Familienbande, das trotz seiner erschütternden Prämisse dramatische Zuspitzungen vermeidet.

Zwei Babys werden nach der Geburt vertauscht. Als sich der Irrtum nach sechs Jahren aufklärt, stehen die überraschten Eltern vor einer schwerwiegende Entscheidung. Diese einfache Erzählprämisse ist Ausgangspunkt für ein Drama um Elternschaft, Familienbande und Verantwortung. Der japanische Regisseur Kore-eda treibt in seiner ebenso kraftvollen wie sanften Inszenierungsweise die Handlung kaum voran, sondern entwirft kleine, zärtlich beobachtete Augenblicke, die melodramatische Zuspitzungen vermeiden. Zentral ist die gewichtige Frage, ob die vererbten Gene wichtiger sind als die Liebe, die ein Kind erfährt? Die unterschiedlichen Charaktere und konträren Lebensentwürfe der Familien sorgen dabei immer wieder für leisen Humor.

Kinotipp der katholischen Filmkritik 268/September 2014

 

 
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