Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit

Land/Jahr GB/I 2014
Regie Uberto Pasolini
Darsteller Eddie Marsan, Joanne Froggatt, Andrew Buchan, Karen Drury, Tim Potter
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe Sehenswert ab 14

Als Angestellter des Londoner Sozialamtes sucht Mr. May die Angehörigen von vereinsamt Verstorbenen und organisiert die Beerdigungen. Doch dann wird seine Abteilung aufgelöst und ein letzter Fall bleibt dem schüchternen Einzelgänger, um seinem eigenen Leben eine neue Richtung zu geben. Liebevolle, hervorragend gespielte Komödie, die dem ernsten Thema gesellschaftlicher Vereinsamung mit großer Einfühlsamkeit begegnet. 

Die gesellschaftliche Vereinsamung, auf welche der Film in liebenswürdig-verschmitzter Weise aufmerksam macht, ist ein hochaktuelles Thema. Mit Understatement und trockenem Humor erzählt Regisseur Pasolini von eben dieser Einsamkeit, aber auch von der Würde der Toten und deren Bedeutung für die Lebenden. Der wie ein bürokratischer Sonderling erscheinende Mr. May, der die Trauerfeiern für vereinsamt Gestorbene organisiert, ist in Wahrheit der Hüter einer kostbaren Tugend, der Bewahrer des Eingedenkens. Denn ob den Toten und den Vergessenen Respekt entgegengebracht wird, ist ein Gradmesser für die Menschlichkeit und Solidarität einer Gesellschaft.

Kinotipp der katholischen Filmkritik 266/August 2014

Film des Monats/D September 2014

 

 
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