Selma

Land/Jahr USA 2014
Regie Ava DuVernay
Darsteller David Oyelowo, Carmen Ejogo, Tom Wilkinson, Giovanni Ribisi, Oprah Winfrey
Länge 126 Minuten
Altersfreigabe Sehenswert ab 14

Im Januar 1965 eskalieren die US-amerikanischen Rassenunruhen. Der Anführer der Bürgerrechtsbewegung, Martin Luther King, konzentriert seine Bemühungen auf die Stadt Selma, wo die Segregation in vollem Umfang betrieben wird. Packendes Historiendrama, das die Bürgerrechtler als ausdifferenzierte Gruppe würdigt, insbesondere aber von der subtilen Interpretation des Hauptdarstellers getragen wird.

Der Film beschränkt sich klugerweise auf einen kurzen, für die Bürgerrechtsbewegung höchst bedeutsamen Zeitraum: die chronologisch erzählten Ereignisse von Januar bis März 1965, in denen Dr. Martin Luther King und seine Mitkämpfer von der Southern Christian Leadership Conference ihre Bemühungen auf die Kleinstadt Selma in Alabama konzentrieren. Die christliche Motivation der Aktivisten vermittelt sich dabei ebenso unaufdringlich wie Kings außergewöhnliche Persönlichkeit sowie sein Blick für realpolitische Notwendigkeiten. Regisseurin DuVernay versagt sich jegliche Mythisierung der Hauptfigur und Hauptdarsteller Oyelowo meistert die schwierige Gratwanderung, King als bodenständigen Menschen zu zeigen, ohne dessen Strahlkraft und einprägsame Rhetorik zu verbergen.

Kinotipp der katholischen Filmkritik 278/Februar 2015

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